Frequently Asked Questions

Was versteht ihr unter 'Transformation'?

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Eine “Transformation” ist ein tiefgreifender Veränderungsprozess. Wir betrachten Transformation als einen Schritt auf eine neue evolutionäre Stufe, die sich in der Art und Weise wie die beteiligten Personen oder Organisationen handeln, denken und fühlen substanziell und qualitativ von der vorherigen unterscheidet. In diesem Sinne gleicht die Transformation einem “Systemupdate”, das grundlegend neue Herangehensweisen an Probleme ermöglicht. Die ‘große Transformation’ der Gesellschaft umfasst nach unserem Verständnis fundamentale und ineinandergreifende Änderungen in mehreren Bereichen – Wirtschaft, Politik, Kultur, Psychologie, Spiritualität und Wissenschaft. Normatives Ziel dieser Transformation ist eine nachhaltige, wünschenswerte Gesellschaft innerhalb der planetaren Grenzen. Die Vereinten Nationen wählten für die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ den Titel „Transformation unserer Welt“. Mit unserer Transformationsarbeit wollen wir einen Beitrag zu diesem globalen Vorhaben leisten. 

Die gesellschaftlichen Widerstände gegen Veränderung sind groß - wie geht ihr damit um?

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Wir arbeiten nicht gegen die Widerstände an und wollen niemanden zu Veränderung überreden, sondern inspirierende Einladungen zu positiver Veränderung aussprechen. Wir fokussieren unsere Energie daher darauf, etwas Neues aufzubauen statt dysfunktionale alte Strukturen zu bekämpfen. Viele Menschen sehnen sich nach Wandel, brauchen aber empathische Unterstützung und Orientierung. Gesellschaftliche Freiräume von neuen Logiken als realutopische Inseln lassen sich im Kleinen aufbauen und können andere inspirieren und zeigen, was alles möglich ist. Grundsätzlich glauben wir, dass eine sehr viel gerechtere und nachhaltige Welt möglich ist, in der die Lebensqualität für alle Menschen deutlich höher ist.

Ansonsten hören wir zu und gehen auf Bedenken und Widerstände ein, denn diese enthalten in der Regel wichtige Informationen.

Meine Organisation ist starr und wenig offen für Neues. Was kann ich tun?

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Um festgefahrene Strukturen aufzulockern, empfiehlt es sich, im eigenen Handlungs- und Verantwortungsbereich mit kleinen Veränderungen anzufangen und das eigene Umfeld zu inspirieren. Kleine Erfolge können auf andere abstrahlen, diese für Neues öffnen und Angst vor Veränderung nehmen. Widerstände gegen Innovationen verringern sich enorm, wenn Veränderungen erstmal als temporäre Experimente vorgeschlagen werden. Zudem ist es immer hilfreich, sich Gleichgesinnte zu suchen, denn gemeinsam potenziert sich die Energie. Bedenkenträger:innen haben ihre Gründe. Diese zu verstehen und auf sie einzugehen ist ein wichtiger Schritt, um Vertrauen zu gewinnen und eine Öffnung zu erreichen.

Grundsätzlich sind Führungskräfte bzw. die Leitungsebenen von Organisationen die größten Veränderungshebel für Kultur und Strukturen. Daher lohnt es sich, durch eine sprachliche und empathische Annäherung gegenseitiges Verständnis aufzubauen. Oft ist Führungskräften nicht bewusst, dass Transformationsprozesse sich sehr positiv auf das Unternehmen oder das Geschäft auswirken können. Wenn keinerlei Offenheit vorhanden ist und man droht, sich selbst aufzureiben, sollte man die Option eines Organisationswechsels in Betracht ziehen.

Was kann ich mit euch machen?

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Werft einen Blick auf unsere Veranstaltungen und unsere Angebotsseite. Wenn euer Anliegen nicht dabei ist, kontaktiert uns gerne und wir sehen, wie wir zusammenarbeiten können.

Was bringt es unserer Organisation, sich mit Utopien zu befassen?

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Unserer Erfahrung nach kann die Öffnung für utopisches Denken und die Nutzung des utopischen Mindsets für Organisationen und Teams viele positive Veränderungen in Gang setzen:

  • Gemeinsame Ausrichtung und Verbindung durch eine geteilte Vision
  • Effektivere Selbstorganisation durch inneren Kompass ermöglichen 
  • Ganzheitliche und zukunftsfähige Projekt- und Geschäftsfeldentwicklung 
  • Aktivierung von Kreativität und Outside-of-the-Box-Denken
  • Vermeidung unnötiger Umwege und Kosten 
  • Zufriedenere Mitarbeiter:innen durch mehr Sinn und Freude bei der Arbeit 
  • Grundlagen für starkes Branding
  • Die Grunderzählung über sich selbst ist oft Hebel und Ausgangspunkt für tiefgreifende Transformation, z. B. in Richtung Nachhaltigkeit

Was sind Utopien?

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Utopien sind nicht-existente Sehnsuchtsorte und können als positive Leitsterne für gesellschaftliche Entwicklungen dienen. Sie enthalten Lösungen und Visionen für eine bessere und schönere Welt. Auch Organisationen und Individuen können Utopien entwickeln, die als Attraktor wirken und dem eigenen Handeln eine Richtung geben. 

Dabei ist es wichtig, Utopien nicht als fertig oder final zu begreifen. Utopien sollten keine moralischen Gefängnisse sein, die vorgefertigte Entwürfe dafür liefern, wie alle Menschen leben sollen. Je konkreter eine Utopie ist, desto eher läuft sie Gefahr, Normen und Werte des Autors oder der Visionärin zu verabsolutieren. Daher ist es bei der Entwicklung von Utopien besonders wichtig, verschiedenste Perspektiven einzubeziehen und sie in einem dynamischen, inklusiven Prozess zu gestalten. Damit unterscheidet sich unser Utopie-Ansatz maßgeblich von den historischen Utopien des Thomas Morus oder des Stalinismus. Für uns sind Utopien idealerweise partizipativ entwickelte Vorschläge einer möglichen Zukunft, die zu jeder Zeit offen, integral und unfertig bleiben müssen. Im Gegensatz zu von Expert:innen entwickelten Zukunftsszenarien geht es bei Utopien vielmehr um eine gemeinschaftlich ausgehandelte Ordnung, die unterschiedliche Perspektiven und Bedürfnisse integriert. 

Das Wort „Utopie“ leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet so viel wie „Nicht-Ort“ (ou = nicht; tópos = Ort). Korrekter wäre eigentlich das Wort „Eutopie“, das einen guten oder schönen Ort beschreibt (eu = gut). Aufgrund der im Englischen identischen Aussprache von utopia and eutopia hat sich in der Alltagssprache der Begriff Utopie für beides durchgesetzt und in der Regel ist damit ein guter Fantasie-Ort gemeint.

Was sind Realutopien?

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Realutopien sind konkrete, bereits existierende zukunftsweisende Ansätze und Projekte für die Verwirklichung einer lebenswerten, regenerativen und gerechten Gesellschaft. Es gibt sowohl ausgereifte Realutopien, die teilweise schon sehr bekannt sind, als auch weniger bekannte. Beispiele finden sich in allen Gesellschaftsbereichen – sie reichen von gemeinwohlorientierten Unternehmen oder ethischen Banken, über Permakultur und Aquaponik, Bürger:innenräte und liquid democracy, hin zum Holzbau, zur Soziokratie (3.0) und neuen Formen der Wohlstandsmessung. Häufig werden sie zuerst in Nischen entwickelt und pilotiert. Realutopien sind nicht perfekt oder absolut – sie enthalten nur die nächstbesseren Systemlogiken. Sie sind daher auch immer relativ und als evolutionärer nächster Schritt bzw. als Gegenmodell zum Status Quo zu verstehen. Was wir heute als Realutopie bezeichnen, ist in wenigen Jahrzehnten vielleicht schon normal und nichts Besonderes mehr. Realutopien sind also sowohl kontextuell als auch zeitgebunden. Gesellschaftliche Utopien, die wir entwickeln, bestehen aus realutopischen Bausteinen, die zu einem harmonischen Gesamtbild zusammengefügt werden. Wir selbst verstehen uns dabei nicht als Expert:innen für einzelne Realutopien, sondern als diejenigen, die das Gesamtbild sichtbar machen und Individuen, Teams und Organisationen helfen, ihre Projekte nach utopischen Prinzipien zu realisieren.

Was ist das utopische Mindset?

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Das utopische Mindset ist eine Perspektive und innere Haltung, aus der heraus Zukunftspotenziale sichtbar und eigene Gestaltungsspielräume eröffnet werden. Eine vermeintliche Alternativlosigkeit weicht der Offenheit für Neues, der Inspiration und stimulierten Kreativität. Das lineare Mindset wird dadurch „geweitet“, so dass die Wirklichkeit neu wahrgenommen werden kann. Im utopischen Mindset können alte Denkmuster und -gewohnheiten für einen Moment beiseite gelegt und Raum für die zahlreichen Handlungsmöglichkeiten und enormen Potenziale in der Gegenwart geschaffen werden. 

Weitere Merkmale des utopischen Mindsets: 

  • Eine bewusst gewählte, positive und potenzialorientierte Sicht auf die Welt 
  • Mentale, energetische und körperliche Offenheit für Neues 
  • Betrachtung von Herausforderungen als Chancen 
  • Freude, die Dinge anzupacken und die Zukunft selbst aktiv zu gestalten
  • Vernetztes Denken 
  • Fokus auf das, was erreicht werden soll

Was ist das lineare Mindset?

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Das lineare Mindset ist eine Perspektive und ein innerer Zustand, der auf der Annahme basiert, dass alles auf der Welt berechenbar und kontrollierbar ist. Es gibt klare Kausalitäten und die Zukunft wird auf Grundlage der Vergangenheit und rein rational verständlicher Zusammenhänge betrachtet. Lineare Denkweisen sind im 21. Jahrhundert problematisch, weil Komplexität nicht beherrschbar und die Zukunft offen ist und wir angesichts neuer Herausforderungen neue Denkweisen brauchen, die dynamischer, offener, ganzheitlicher und kreativer sind und Pfadabhängigkeiten durchbrechen können. Ein mentaler Käfig kann positive Zukunftsbilder verhindern. Dennoch hat das lineare Denken eine Berechtigung und es geht nicht darum, es abzuschaffen, sondern verschiedene Mindsets zu integrieren und auf passende Weise  situationsbezogen anzuwenden. 

Weitere Merkmale des linearen Mindsets: 

  • Systeme und Probleme werden als voneinander separierbar betrachtet und Zusammenhänge als linear.
  • „Die Dinge sind, wie sie sind.“; "There is no alternative." (TINA)
  • Veränderung wird als verunsichernd empfunden.
  • Herausforderungen fühlen sich unangenehm an.
  • Vernetzte Zusammenhänge werden nicht erfasst und ohne Kenntnis der Wechselwirkungen beurteilt.
  • Businesspläne, Gesetze und Verordnungen sind Beispiele für lineares Denken.
  • Nur Bekanntes wird wahrgenommen und bei Planungen und Prognosen einbezogen.

Ich komme nicht ins Visionieren, was hilft?

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Die Grundlage für kraftvolles Visionieren sind ein guter “innerer State”, Entspannung und Leichtigkeit. Weiterhin helfen äußere inspirierende Impulse, auf denen sich aufbauen lässt, wie die Beschäftigung mit Realutopien oder utopischen Medien. Zudem geht gemeinsam alles leichter - auch das Visionieren. Geeignete Gruppenformate können daher helfen, kreative Quellen anzuzapfen und sich gegenseitig mit Ideen zu inspirieren.

Warum lohnt sich ein Visionsworkshop?

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Unsere Visionsworkshops schaffen einen wertschätzenden, inspirierenden und kreativen Raum, in dem ihr euch mit eurem utopischen Potenzial verbinden und eine kraftvolle Vision, Werte und Ziele entwickeln könnt. Diese bilden eine Synthese aus euren Stärken, branchenspezifischen Potenzialen, wünschenswerten gesellschaftlichen Entwicklungen und kreativen Ideen. Anschließend wird ein Prozess auf den Weg gebracht, um die Ergebnisse in eine geeignete Form zu gießen und konkrete Schritte der Umsetzung anzustoßen. Eine starke gemeinsame Vision schafft Strahlkraft und Identität, bietet Entscheidungshilfe im täglichen Handeln und setzt Inspiration und Motivation frei.

Warum gibt es so wenige Utopien?

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Es gibt viele Gründe für den gegenwärtigen Utopiemangel. Erstens haben einige der historischen gesellschaftlichen Utopien des Kommunismus und des Nationalsozialismus tiefe Wunden hinterlassen und verständlicherweise bei vielen Menschen eine große Skepsis vor allen Utopien entstehen lassen. Zweitens wird es in unserer immer komplexer werdenden Welt herausfordernder, Utopien zu entwickeln, die ein kohärentes und überzeugendes Gesamtbild ergeben. Frühere gesellschaftliche Utopien konnten sehr viel simpler sein, um Menschen zu begeistern (z.B. Wahlrecht für alle, Abschaffung der Sklaverei, Enteignung der Fabrikbesitzer). Heutige Utopien müssen sehr viel komplexer sein, auf sehr viel mehr Fragen überzeugende Antworten finden und viel mehr Ebenen integrieren. Drittens fällt es unserem Denken schwer, etwas völlig Neues zuzulassen und sehr viel leichter, Bestehendes in leichten Abwandlungen zu reproduzieren. Wären Utopien umgekehrt in den Medien präsent, würden sehr viel mehr Menschen auf die Idee kommen, weitere Utopie-Geschichten zu produzieren. Der enorme Utopiemangel in Film und Literatur hat jedoch eine Pfadabhängigkeit erzeugt, aus der es schwer ist, auszubrechen. 

Wir versuchen, diesen Utopiemangel zu durchbrechen, utopische Medien anzustoßen und durch unseren holistischen Ansatz Utopien zu entwickeln, die der Komplexität unserer Zeit gerecht werden.

Wie wird aus Utopien Realität? Wie kann ich selbst anfangen, Utopien zu realisieren? 

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Utopien sind kraftvolle Leitsterne und eine klare Vision zu haben ist der erste Schritt für Veränderung. Utopien geben eine Orientierung, wo wir hinwollen, und ermöglichen es, darauf zuzugehen. Um in die Realisierung zu kommen, ist es wiederum wichtig, erst einmal klein anzufangen und nicht gleich riesig zu denken. Um erste Schritte der Umsetzung zu gehen, empfiehlt es sich, mit Prototypen zu arbeiten („Utopian Prototyping“). Nach dem Einholen von Resonanzen und Feedbacks kann die Idee dann Stück für Stück angepasst, weiterentwickelt und im besten Fall schließlich skaliert werden.

Weiterhin braucht es für die Realisierung von Utopien Pfadkongruenz und Ebenenkongruenz. Ebenenkongruenz beschreibt die Harmonie von Prinzipien, Haltungen und Werten auf den drei Ebenen Individuum, Organisation und Gesellschaft. Beispielsweise muss eine Gesellschaftsutopie einer starken Demokratie auch demokratische Organisationen und demokratisch geschulte Menschen mitdenken. Für gesellschaftliche Veränderungen müssen sich insofern auch Individuen und Organisationen neu ausrichten und ihren Teil zur Lösung heutiger gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen, um selbst zu kraftvollen Impulsgeber:innen zu werden.

Pfadkongruenz heißt, dass die Wahl der Methoden und Instrumente für den Pfad der Veränderung kongruent mit der eigenen Utopievorstellung sein sollte. In der Musik heißt es zuweilen, dass in der Ouvertüre – der Eröffnung – schon das gesamte Stück im Kern enthalten und zu erahnen ist. Ähnlich lässt sich diese Aussage für den Weg in die Realutopie treffen. Der Weg in die Realutopie bedarf selbst Mitteln, die in sich die Logik der angestrebten Utopie bergen. Wir müssen uns also die Frage stellen: “Passen die gewählten Mittel zur angestrebten Utopie und bergen sie in sich bereits deren Prinzipien?”

Sind Utopien politisch? 

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Wie historische Beispiele autokratischer Populist:innen zeigen, können Utopien durchaus politisch sein und bestimmte politische Ziele verfolgen. Für uns stehen jedoch weniger politische Ziele, sondern vielmehr das normative Ziel einer freien und individuellen Entfaltung des Menschen in einer regenerativen Gesellschaft im Vordergrund. Unsere Utopien sind weder links noch rechts – sie stützen sich auf wissenschaftliche Empfehlungen zum Erhalt der Biosphäre und zur Gestaltung friedvoller und lebenswerten Gesellschaften. Bei der Erarbeitung von Utopien ist es essenziell, Werte und Ziele nicht zu verabsolutieren und als wahr oder final festzuschreiben. Vielmehr geht es um die Entwicklung bestimmter Logiken und Lösungswege, die gesellschaftlichen Herausforderungen angemessen begegnen. Utopien müssen immer unfertige Vorschläge für eine bessere Welt bleiben und offen für unterschiedliche und marginalisierte Perspektiven sein. Sie müssen bereit sein, neue Bedürfnisse und gesellschaftliche Veränderungen aufzugreifen, konstruktive Kritik einladen und sich permanent selbst in Frage stellen.

Was ist die Gefahr von Utopien? 

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Wie jedes Werkzeug lassen sich auch Utopien weise oder weniger weise einsetzen und im schlimmsten Fall werden Utopien als Rechtfertigungsnarrative für Mord und Unterdrückung eingesetzt, mit dem Argument, dass der Zweck die Mittel heilige.

Zudem bergen Utopien immer die Gefahr, dass man sich in konkreten Lösungsbildern verbeißt und damit den Horizont verengt. Besonders im Zukunftsdiskurs sehen wir häufig Visionen von Technokrat:innen und Expert:innen, die meinen, fertige Entwürfe vorschreiben zu können.

Um diesen Gefahren zu entgehen, sollten Utopien als offen und relativ konstruiert werden. Offen heißt, dass die Utopie niemals fertig ist, sondern Kritik einlädt, sich beständig weiterentwickelt und eigene Grenzen reflektiert werden. Relativ heißt, anzuerkennen dass Utopien immer relativ zu ihrer Zeit sind. Das Land, in dem Milch und Honig fließen, war früher für viele Menschen ein attraktives Bild, doch in heutigen Wohlstandsgesellschaften lässt sich damit kaum noch jemand begeistern. Stattdessen gibt es neue Herausforderungen und Bedürfnisse. In der Zukunft werden sich Ideale und Bedürfnisse weiter verändern und neue Utopien entstehen. Daher sollten Utopien immer mit Demut entworfen werden – als offene Einladungen, aber nie als fertige, perfekte Lösungen. Außerdem spielt Partizipation eine besondere Rolle – die besten Zukunftsutopien sind keine Gedankenkonstrukte einzelner Genies, sondern gemeinsam, kokreativ erarbeitete Visionen, wohin wir uns bewegen wollen.

Was ist ein Reallabor?

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Ein Reallabor bezeichnet einen praxisorientierten Forschungsansatz, bei dem Wissen über Lösungen gesellschaftlicher Herausforderungen generiert wird, das als Handlungswissen auch an andere Orte und Bereiche getragen werden kann. An der Wissensgenerierung sind Akteur:innen aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft beteiligt – in einem interaktiven Prozess werden so gemeinsam Lösungsansätze für realweltliche Probleme erarbeitet und experimentell erprobt. Durch den Fokus auf konkrete Problemlösungen und die aktive (Mit-)Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse verstehen sich Reallabore selbst als Pioniere des Wandels. Zu den wesentlichen Zielen der Reallaborarbeit gehört es, partizipativ und kooperativ Transformationsprozesse anzustoßen und wissenschaftliche sowie gesellschaftliche Lernprozesse zu verstetigen.
Wir betrachten unsere Organisation als Reallabor für die Prinzipien einer regenerativen Gesellschaft.